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Chapeau- Der ultimative Guide für den modernen Gentleman mit Hut- Pierre Toromanoff-teNeues


Dieses reich bebilderte, sehr informative Buch in deutscher und englischer Sprache berichtet zunächst vom goldenen Zeitalter der Männerhüte bis zur hutlosen Welt. 

Wurde einst ein Hut nicht nur aus praktischen und ästhetischen Gründen getragen, sondern auch als Symbol der Zugehörigkeit zur Gesellschaft, sind nach Ende des 2. Weltkrieges die fokussierten Gründe als irrelevant erachtet worden. Erst heute beginnt man die praktischen und ästhetischen Qualitäten wiederzuentdecken und den Hut erneut zu einem gefälligen Modeaccessoire zu machen. 

Ausführlich wird die Anatomie des Hutes beleuchtet. Hier werden Begriffe wie "Krempe, Krone, Platte, Kniff, Hutband, Schweißband, Futter und Hutdekoration" gut erklärt und veranschaulicht. 

In der Folge dann geht es um die Hut-Etikette. Hier erfährt man u.a. auch, dass Federn, Hutnadeln und Schnallen bei Damenhüten rechts getragen werden und bei Männern links. Beantwortet wird u.a. die Frage, wann man einen Hut trägt oder abnimmt und erklärt wird zudem die Kunst, seinen Hut zu ziehen. 

Über die Hutpflege wird man gut unterrichtet, bevor man einzelne Hut-Typen kennenlernt. Den Anfang nimmt hier der Strohhut, dem eine Fülle von Hüten und Mützen folgen, die gewiss im Hier und Jetzt nicht jedem geläufig sein dürften. Natürlich kennt die "Baskenmütze" fast jeder, auch der "Tirolerhut"  und die Schottenmütze sind fast jedem ein Begriff, doch was genau man unter einem "Akubra- Buschhut" zu verstehen hat, ist schon weniger rasch beantwortbar. 

Man lernt namhafte Hutmacher kennen. Borsalino, der 1857 sein Unternehmen gegründet hatte, produzierte Anfang 1900 schon fast 2 Millionen Hüte pro Jahr und kann sich fernerhin in diverse Interviews vertiefen, so etwa mit Don Rongione. Dieser ist Ceo der Bollman Hat Company, Amerikas ältestem Huthersteller. 

Für Menschen, die Freude an Mode und Modegeschichte haben sowie wissen wollen, was es mit Männerhüten auf sich hat, ist dieses Buch eine wahre Fundgrube.

Einstein trug übrigens einen "Panamahut", während Hemingway eine "Baskenmütze" bevorzugte. Beide Kopfbedeckungen sind zeitlos und können insofern auch Männerköpfe von heute zieren, ohne altbacken zu wirken.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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