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Rezension:Paris in Style: Der persönliche Fashionguide (Broschiert)

Dieses Buch sollte jede modebewusste Frau gelesen haben, denn hier werden in 15 thematischen Kapiteln tatsächlich so undogmatisch, wie der Klappentext es bereits verspricht, die Dos und Don'ts der Mode erläutert und dabei nützliche Ratschläge und Orientierungshilfen erteilt.

Die Autorin des Buches ist die Modejournalistin Isabelle Thomas. Die vielen ansprechenden Fotos hat Frédérique Veysset realisiert. Die Modeillustrationen im Buch stammen von Clément Dezelus.

In der Einleitung bereits erfährt man, was das Besondere am so genannten "French style" ist, der mir persönlich entgegen kommt. Er ist nicht übertrieben und aufgesetzt, sondern dezent und dabei doch elegant. In einem Interview mit dem französischen Designer Maxime Simoens erfährt man Näheres zu besagtem "French Style", anschließend werden im Rahmen von 14 Kapiteln verschiedene Mode-Themen näher erörtert.

Zunächst geht es darum, seinen Stil zu finden und ihn zu unterstreichen. In dieser Beziehung hat man die Chance ein Interview mit der Trendsetterin Alexandra Senes zu lesen, die u.a. verrät, welche Kleidungsstücke sie überall hin mitnimmt. Die Frage, ob man jeder Mode folgen muss, wird ebenfalls zufriedenstellend von Fachleuten beantwortet. Dabei hält die Schuhdesignerin Annabel Winship nach meiner Ansicht sehr zutreffend fest "Ich glaube nicht an Trends. Für mich ist Eleganz, mit sich selbst im Einklang zu sein." (S.29).

Das Buch enthält übrigens eine große Anzahl sehr guter Interviews und es werden mit viel Nachdenklichkeit Fragen abgehandelt, die modisch verunsicherte Frauen von einigem Stress befreien dürften. Klischees, denen man immer noch Glauben schenkt, kommen zur Sprache, so etwa, dass Samt und Kord der 68er Intellektuellen Bohemien zuzuordnen sind. Das trifft nur dann zu, wenn die Kleidungsstücke verblichen und abgenutzt erscheinen.

 Die Designerin Sandrine Valter erläutert u.a., was sie unter einem schönen Stoff und einem guten Schnitt versteht. Man erfährt de Weiteren mehr über Basics, zu denen der Trenchcoat, gute Stiefel, der Kaschmirpullover mit V- Ausschnitt, auch eine schöne Lederjacke zählen.

Aufgeklärt wird man über Details, die unser Aussehen aufpeppen, erfährt Wissenswertes über Kopfschmuck und über Dinge, die man besser abstellt, z. B. Fusseln am Pulli, Preisetikette auf der Schuhsohle. Das nämlich geht gar nicht

Spannend zu lesen ist das Interview mit dem Parfümier Jean Christoph Herault und auch die Betrachtungen im Hinblick auf Jeans. Über Taschen erfährt man Wichtiges, nicht zuletzt auch, wie man sie pflegt.

Auch das kleine Schwarze gerät in das Blickfeld sowie tausend andere Dinge mehr und ganz zum Schluss wird mit den besten Adressen in Paris aufgewartet, sei es um zu Frühstücken, sei es, um ein Gläschen zu trinken, sei es um zu shoppen, zu speisen, zu genießen oder anderes mehr.

Eine wunderbare Lektüre für Damen jeden Alters. Empfehlenswert

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Rezension: 50 Fashion Looks der 60er Jahre

Die Autorin Paula Reed thematisiert in "50 Fashion Looks der 60er Jahre" eine Welt der Mode, deren Impulse vorwiegend von England ausgingen. Anhand von spannend zu lesenden Texten und vielen Fotos wird dem Leser jene Welt entgegengebracht, die mit Modemachern wie André Courréges, Emilio Pucci, Armi Ratia, Mary Quant, Ottavia Missoni und Valentino verbunden sind.

Deren Kreationen lernt man an Stilikonen dieses Jahrzehnts kennen. Allen voran Dusty Spingfield, gefolgt von Jean Seeberg, die den amerikanischen Preppie-Stil (schlichtes T-Shirt, Jeans, Ballerina-Schuhe) nach Paris brachte. Eine weitere Stil-Ikone war Sandie Shaw. Dieser Pop-Star heiratete übrigens den Modedesigner Jeff Banks. Die Sängerin trat ohne Schuhe bei ihren Auftritten auf. Der Schuhindustrie wird das nicht gefallen haben.

Audrey Hepburn, Jean Moreau, auch Julie Christie, Catherin Deneuve, Fay Dunaway und natürlich Twiggy sind nun der neue Frauentyp, sehr schlanke Frauen also, deren Erotik sich androgyn definiert.

Man erfährt Wissenswertes über den Prominentenfriseur Vidal Sasson, der die kommerzielle Entwicklung seines Handwerks stark vorantrieb und einen neuen Haarschnitt kreierte. Modefotografen aus jenen Tagen lernt man kennen und auch Popmusikermusen wie Anita Palenberg und Marian Faithfull, die ebenso stilbildend wirkten wie Yoko Ono, die es schaffte sich bis heute immer wieder neu zu erfinden.

Das berühmteste Fotomodell der 1960er Jahre war die Körperkünstlerin Veruschka, eine emanzipierte Schönheit, die für ein neues Frauenbild stand.

 Mitte der 1960er Jahre stellte May Quant den Minirock vor. Mit dem Minirock begann eine neue Zeit für die Frauen. Der Mini-Rock läutete eine Revolution ein.

 Empfehlenswert. 

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Rezension:50 Fashion Looks der 50er Jahre (Gebundene Ausgabe)

Mode aus den 1950er Jahren bewundere ich hin und wieder in den Fotoalben meiner Mutter, meiner Tanten oder in alten Filmen. Auffallend ist die Eleganz, von der man sich in den 1960ern dann wohl verabschiedet hat. Wie man in diesem Buch erfährt, läuteten die 1950er Jahre eine Zeitwende in der Mode ein. Von dieser kann man einen guten Eindruck gewinnen, wenn man sich in die Texte vertieft, die sich u.a. mit Nylonstrümpfen, dem Bikini, dem Beatnik-Style, dem Gossard –Hüftkorsett, der Kelly-Bag, den Stilettos, namhaften Modemachern und berühmten Stilikonen jenes Jahrzehnts befassen.

In den 1950er Jahren soll die Mode bei der jüngeren Generation erstmals eine identitätsstiftende Macht gewonnen und als Zeichen der Zugehörigkeit sowie der Abgrenzung gegolten haben. Ununterbrochen wurden neue Trends geboren. Das führte zu einer zuvor nie gekannten Dynamik im Handel. Aufgrund neuer, pflegeleichter Stoffe und Verfahren zur Massenproduktion, einhergehend mit wachsendem Wohlstand, war es jetzt möglich, dass auch die Frau von nebenan sich als bestangezogene Dame der Welt fühlen konnte, (vgl: S.6).

Besonders gut gefällt mir der nonkonformistische Stil wie ihn Katharine Hepburn einst bevorzugte, festgemacht an Bundfaltenhosen, flachen Slippern und gut geschnittene Jacken, (vgl.: S. 16.)

Man erhält neben den vielen Textinformationen auch zahlreiche visuelle Eindrücke. Das ist für ein Buch, das sich mit Mode befasst, unumgänglich.

Nachdem die Hersteller von Nylongarn, so liest man, entdeckten, dass diese Faser elastisch ist, sofern man sie mittels Hitze kräuselte, brachten DU Pont die Lycra-Faser auf den Markt, die sich auf das Siebenfache dehnen ließ und anschließend wieder ihre Ausgangsform annahm. Kurz darauf machten Rundstrickmaschinen die vormals notwendigen Strumpfnähte überflüssig, (vgl.: S.20).

Einen Bildband, der die Mode von Christian Dior beschreibt, habe ich vor einigen Jahren rezensiert. Hier im Buch wird eine gute Kurzfassung geboten. Vorgestellt wird wenig später der Modezeichner René Gruau. Auch erfährt man, dass in den 1950ern die Fotomodelle erstmals einem breiten Publikum bekannt wurden.--

Die Kleider von Marilyn Monroe entwarf William Travilla, in jenen Tagen als Coco Chanell ihr erstes Kostüm kreierte. Sehr edel waren die Kleider von Grace Kelly, während zu Bardot in den 1950er Jahren gepunktete Schals, Vichy-Kleider und kurze Shorts gehörten. Es macht Spaß, sich in all die hübschen Looks zu vertiefen.

Ein solch elegante Mode und solch feminine Frauen mit überbordendem weiblichem Charme wie in den 1950er Jahren wird es wohl nicht mehr geben, denn wir leben schon lange im Zeitalter der Androgynität. Der Traum der Weiblichkeit gehört dem Gestern an.

Empfehlenswert.

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Rezension:Das trägt die Queen - So entsteht die Garderobe Ihrer Majestät (Gebundene Ausgabe)

Die Autorin dieses wirklich schönen und dabei informativen Buches mit dem Titel "Das trägt die Queen" ist Angela Kelly. Sie ist die Assistentin, Beraterin und Verwalterin der Garderobe der englischen Königin Elisabeth II. Verantwortlich ist Kelly für die Garderobe, den Schmuck und die Orden der Queen.

Zunächst lernt man die Kleiderwerkstatt des Buckingham Palace kennen. Dort werden die Kleidung und Hüte entworfen, die die Queen anlässlich ihrer 300 Verpflichtungen im Jahr trägt. Kelly berichtet von den Stoffeinkäufen und auch davon, dass sie nicht selten mit zahllosen Materialmustern in den Palast zurückkehrt. Sie schreibt über die Farbwahl und die Kriterien, die sie dabei bedenken muss, informiert auch über die Farben und Motive im Hinblick auf die Jahreszeiten, schreibt wie ein Entwurf entsteht und dass sie immer in Absprache mit der Queen die Garderobe designt, deren Verbesserungs- und Änderungsvorschläge dabei stets einbezieht.

Man wird davon in Kenntnis gesetzt, wie Entwürfe entstehen, liest von der Arbeit der Schnittmusterschneiderin, liest weiter von den ersten Modellen, so auch bei Hüten, den Anproben und letzten Handgriffen, um anschließend über die Verwendung von Perlen und Kristallsteinchen für die Robe bei großen Ereignissen mehr zu erfahren.

Man wird aufgeklärt über Knöpfe und Reißverschlüsse an den Kleidungsstücken der Queen, liest Aufschlussreiches über deren Hüte und wie diese gemacht werden. In Rücksicht auf das Wetter wird auf unterschiedliche Materialien geachtet. So sind im Winter die Hüte komplett mit Stoff verkleidet oder aus wärmendem Material mit Filz und Wolle gefertigt, (vgl.: S.56). Anhand von Fotos kann man sehen, wie ein Hut für die Queen entsteht. Über den Hutschmuck wird man auch aufgeklärt. Dazu gehört eine Hutnadel, die eigens abgestimmt ist auf jedes Modell. Die Hutmodelle Angela Kellys kann man auf den Seiten 62-63 bewundern und sich dabei ein Bild davon machen, welcher Hut der Queen am besten steht.

Zur Sprache gebracht werden ferner stilvolle Accessoires. Hier erfährt man, dass die meisten Handtaschen der Queen Einzelanfertigungen sind. Man liest über ihre Taschentücher zu unterschiedlichen Anlässen und auch über ihre Kopftücher, ihre Schirme, des Weiteren, wo ihre Garderobe aufbewahrt und gereinigt wird und was in Sachen Garderobe unternommen wird, wenn die Queen auf Reisen geht.

Gezeigt wird eine Auswahl ihres Schmucks, so etwa Broschen und ihr Diadem, das sie auf Staatsempfängen trägt. Hier erfährt man wie Perlen bzw. Smaragde in besagtes Diadem eingehakt werden müssen. Man lernt auch eines der Lieblingsschmuckstücke Elisabeth II. kennen. Es handelt sich hierbei um ein Diadem, das Queen Mary zu ihrer Hochzeit im Jahre 1893 erhielt und das die jetzige Queen ebenfalls zu Hochzeit geschenkt bekam.

 Besonders schön finde ich den Aquamarinschmuck der englischen Königin und ihr Saphirgeschmeide. Die Perlen gewinnen durch die Begleitung von Diamanten, aber wirklich schön ist die dreireihige, im Grunde schlichte Kette, die sie auf dem Titelbild des Buches trägt.

Man hat Gelegenheit unterschiedliche Kreationen von Kelly an ihrem Modell "Elisabeth II." zu bewundern, die diese im Jahre 2012 zu verschiedenen Anlässen getragen hat. Mir gefällt die Queen in einem ganz hellen Blau oder in Wollweiß am besten, mit Perlen und kleiner Handtasche. Sehr elegant

Ein tolles Buch, das ich mit viel Freude studiert habe und zum Ergebnis gelangte, dass es sich bei der Queen um eine Stilikone handelt, von der man nicht nur diesbezüglich Einiges lernen kann, vor allem zu lächeln, auch dann, wenn einem nicht immer danach zumute ist.

 Empfehlenswert.

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Rezensionen: Kult-Uhren (Gebundene Ausgabe)

Dieser wunderschöne Bildband wird Uhrenliebhaber begeistern. Michael Balfour präsentiert die großen Wegbereiter der Uhrmacherkunst, setzt deren Werke in einen historischen Zusammenhang und diskutiert deren Vermächtnis, hauptsächlich jedoch stellt er eine Vielzahl von Kultuhren vor.

Wie man der Einführung bereits entnehmen kann, lässt sich die menschliche Faszination vom Vergehen der Zeit bis in die frühesten Zivilisationen zurückverfolgen. Als Beispiel hierfür wird Stonehenge in Südengland genannt, wo man vor 5000 Jahren bereits Zeitstudien betrieb.

Sammler konzentrieren sich auf bestimmte Uhrenkategorien. Hier sollen die Kataloge der Auktionshäuser hilfreich sein, weil die meisten Sammlerstücke inzwischen katalogisiert sind. Bevor sich Balfour mit den verschiedenen Kultuhren befasst, erläutert er die beliebtesten Sammlerkategorien. Hierbei handelt es sich um: Uhren mit Wecker, Autouhren, Figurenuhren, LED-Uhren, limitierte Auflagen, Sportuhren, Freimaureruhren, Erotische Uhren und Militäruhren.

Um die Freimaureruhren soll es aus unterschiedlichen Gründen stets einen Kult gegeben haben. Eine der berühmtesten Freimaureruhren ist die Ref. 2526 von Patek Philippe, deren Ursprungsmodell in einer Auflage von 580 Stück entstand. Es folgten vier weiter Versionen, auf denen jeweils auf dem Zifferblatt das Sprichwort steht: "Was Du nicht willst, das man dir tu`, das füg auch keinem anderen zu.", (vgl. S.9). Eine lobenswerte Gravour, wie ich finde.

Zu Sprache gebracht werden im Buch: Audemars Piguets Royal Oak, Blancpains Mondsphase, Breguets Type XX, Breitlings Navitimer, Bulovas Accutron, Cartiers Tank, Chopards Happy Diamonds, Corums Coin Watch, Girard-Perregauxs Tourbillon mit drei Goldbrücken, Hamiltons Electric, Harwoods Automatik, Ingersolls Figurenuhren, IWCs Fliegeruhren, Jager-Le Coultres Reversos, Longines Lindbergh Stundenwinkeluhr, Mondaines Schweizer Bahnhofsuhr, Movados Museums Watch, Omegas Speedmaster, Panerais Radiomir, Patek Philipps Calatrava und Nautilus, Rolex` Cosmograph Daytona und Submariner, Swatchs Swatch-Uhren, TAGHeuers Monaco, Tissots Banana Watch, Ulysse Nardins GTM Pepetual, Universal Genèves Tri Compax, Vacheron Constabtins Patrimony Extra-Flach und Vacheron Constantins Toledo.

Man erfährt immer Wissenswertes zu den jeweiligen Uhrmachern und den fokussierten Modellen, die übrigens alle abgelichtet sind. Sich in die einzelnen Modelle zu vertiefen, bereitet viel Freude. Dass viele berühmte Persönlichkeiten Reservo-Uhren von Jaeger-leCoultre getragen haben, kann ich nachvollziehen. Das Design der Reservo ist einfach edel. Die "Tank" von Cartier ist gleichfalls eine dezente Augenweide und kommt nie aus der Mode, obschon die ersten Uhren dieser Kollektion 1917 kreiert worden sind.

Sehr interessant ist die Auswahl der Armbanduhren, die nach 1989 von Patek Philipp in limitierten Auflagen angefertigt wurde. Bei dieser Marke ist die Verwendung von Referenznummer besonders wichtig. Die nach meinem Empfinden schönste Herrenuhr ist der erste Armbanduhrchronograph (Ref. 198079) von Patek Philipp. Diese Uhr kam 1927 auf den Markt.

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass im Zusammenhang mit der "Nautilus" die wichtigsten Stationen des Unternehmens Patek Philipp aufgelistet worden sind. Eine bemerkenswerte Firmengeschichte.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Der geträumte Duft: Aus dem Leben eines Parfümeurs (Gebundene Ausgabe)

Autor dieses lesenswerten Büchleins ist der Chefparfümeur von Hermès: Jean-Claude Ellena. Viele seiner Kreationen habe ich schon ausprobiert und komme dann doch immer wieder auf "Un Jardin après la Mousson" zurück, einem Duft, der mich einfach unwiderstehlich anzieht. Ellena berichtet u.a. von seiner Reise nach Indien, die er dieser Kreation wegen unternommen hat und erzählt in dem Zusammenhang von den Indern, die ihre Gärten mit nichts als ein wenig Geduld und ein paar grammweise gekaúften Samen in ein Paradies verwandeln. Schon erstaunlich, zu welchen Duftergebnissen deren Bemühungen führen, die Ellena so vortrefflich interpretiert hat.

Der Reiz des Buches besteht für den Leser darin, mehr über das Denken und Träumen des Mannes zu erfahren, der Parfümliebhabern solch subtil aufeinander abgestimmte Duftkompositionen schenkt. Seine Texte muten wie essayistische Tagebucheintragungen an, in denen er u.a. über seine Reisen, seine Begegnungen sowie seine Kreationen kurzweilig zu berichten weiß.

 Der Vater dieses hochgebildeten Connaisseurs war bereits Parfümeur. Dieser Vater war es auch, der den Sohn mit der Bedeutung der Nase vertraut gemacht hat. Ellena philosophiert in der Folge über olfaktorische Vermächtnisse und auch darüber, dass bis in den siebziger Jahren Parfüms als vollendete Werke betrachtet worden sind..... Obschon sich in der Regel Duftkreationen immer ähnlicher werden, ist Ellena einen anderen Weg gegangen. Dies ist auch der Grund, weshalb ich seine Kompositionen so schätze. Es ist die eigenwillige Individualität, die seine Düfte von vielen anderen abhebt. Der Parfümier konstatiert: "Tocqueville hat vorausgesehen, dass mit der Demokratie eine Vereinheitlichung der Geschmäcker einhergehen wird. Vielleicht ist die Tendenz der Preis der Demokratie." (Zitat: S.51).

 Es ist mutig gegen den allgemeinen Duftstrom zu schwimmen, aber es ist letztlich nicht verwunderlich, dabei so erfolgreich zu sein, denn das Außergewöhnliche und Qualitativ-Hochwertige findet immer Menschen, die dies zu schätzen wissen. Ellena hört nicht mehr auf den Markt, wie er schreibt. Er stapelt die Ingredienzien nicht mehr aufeinander. Stattdessen legt er sie nebeneinander. Er hat aufgehört zu mischen, sondern bringt sie nun in Verbindung zueinander. Seine Parfüms sind vollendet und doch nicht fertig, wie er schreibt. Jedes ist mit dem vorangegangenen verbunden und soll bereits das nächste vorwegnehmen. Trotz dieser Tatsache gleichen die Düfte sich natürlich nicht, sondern es besteht nur eine subtile Verbindung zwischen ihnen. Ellena geht niemals von einer existierenden Formel aus, denn er arbeitet aus dem Gedächtnis an Variationen zu einem persönlichen Thema, das stets aufs Neue überarbeitet wird und woanders hin führt. Absichtlich lässt er Lücken in seinen Parfüms, damit jeder seine Vorstellung einbringen kann. Dabei spricht er übrigens von "Aneignungslücken", (vgl.: S.62).

 Ellenas Texte beginnen im Oktober 2009 und enden ein Jahr später. Man staunt, wo auf dieser Welt überall er in besagtem Jahr seine Eindrücke gesammelt hat. Er hält sich in Messina auf und besucht dort die Bergamotte-Anlagen, ist in Cabris, in Paris, Moskau, in Hongkong, auch in Tokyo, in Kyoto und an vielen anderen Orten und nimmt auch die Einladung des Sternekochs Gagnaire nach Gembloux an, um dort gemeinsam mit Schriftstellern, Akademikern unterschiedlicher Fachbereiche und Universitätsrektoren das Festmenü zu genießen und die Eindrücke der feinen Menüdüfte abzuspeichern.

 Der Franzose hat beim Komponieren der Düfte die Freiheit gesucht, aber die Düfte, so seine Worte, haben ihn bezwungen. Er könne nicht damit aufhören an Gerüche zu denken, aus Angst, dass der Sinn fürs Komponieren verloren gehe. Erst wenn der Duft mit keiner Erinnerung mehr verbunden sei, wenn er keine Blumen und Früchte mehr evoziere, wenn er ohne jedes Gefühl, ohne Empfindung sei, dann erst werde er zum Material des Parfüms, (vgl.: S.132).

 Ein Buch, das gerne empfehle.


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Rezension: Bobbi Brown Pretty Powerful (Gebundene Ausgabe)

Das neue, reich bebilderte Buch der international bekannten Visagistin Bobbi Brown, "Pretty Powerful", hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Eine Fülle wissenswerter Schönheitstipps warten auf die Leserinnen, die mit den Makeup-Basics, zu denen eine gute Feuchtigkeitscreme, Corrector und Concealer, Foundation, Puder, Bronzer und Rouge, Lippenstift, Lidschatten, Eyliner, Mascara etc. gehören, beginnen...

 Wie man diese Basics perfekt zu Einsatz bringt, wird gut erläutert. Zudem erhält man Tipps für ein langanhaltendes Makeup und gute Ratschläge wie man vom Tages- zum Abend-Makeup geschickt übergeht. Bei allem wird man gleich zu Beginn darauf hingewiesen, dass Schönheit von innen kommt und insofern Bewegung, richtige Ernährung, ausreichende Versorgung mit Wasser, aber auch Work-Life-Balance notwendig macht.

Man erfährt alles über Fondation und über ein Makeup, das den Jahreszeit angepasst ist, lernt sich natürlich zu schminken, nach dem Prinzip "weniger ist mehr", hat die Möglichkeit die ungeschminkten und geschminkten Gesichter interessanter Frauen kennen zu lernen und sich dabei in unterschiedliche Schmink-Looks zu vertiefen. Immer wieder wird anhand von Fotos die Art des Schminkens gut nachvollziehbar erläutert.

Ein schöner Lidstrich ist derzeit ein Muss für interessante Augen. Wie hübsch Frauen selbst bei nicht so ebenmäßigem Teint ausschauen können, wird anhand der vielen Vorher-Nachher-Fotos deutlich. Damen aller Altersgruppen sind im Buch versammelt und alle sehen mit Bobbi Browns Hilfe einfach attraktiver aus

Mir gefällt, dass man anhand von Fotos genau erklärt, wie die Damen im Einzelnen schöner gemacht werden. Die Ergebnisse überzeugen

Das Buch empfehle ich gerne an all meine Geschlechtsgenossinnen, die Interesse haben, noch hübscher  auszusehen.

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Rezension::Louis Vuitton & Marc Jacobs (Gebundene Ausgabe)

Vor einigen Jahren habe ich schon einmal ein Buch zum Thema "Louis Vuitton" rezensiert, weil ich die Qualität dieses Hauses überaus schätze. Das vorliegende Buch nun "Louis Vuitton/ Marc Jacobs" ist die Geschichte zweier Persönlichkeiten und ihrer Beiträge zur Modewelt. Louis Vuitton gründete das Haus Vuitton 1854. Marc Jakobs ist dort Artistic Director seit 1997. Mit dem Katalog feiert "Les Arts Décoratifs" die Errungenschaften des Haues Vuitton. Das Buch ist reich bebildert und ein Fest für die Augen. Zudem bietet es informative Texte auf hohem Niveau.

 Der Unternehmer Luis Vuitton wird als Mann seiner Zeit dargestellt, der die Umbrüche und tiefgreifenden Veränderungen des 19. Jahrhunderts überstanden hat. Sein perfektes Gespür für Timing ließ ihn das Beste aus den großen industriellen Veränderungen machen. Der Mann von bescheidener Herkunft erkämpfte sich durch Intuition und Beharrlichkeit seinen festen Platz im Wirtschaftsleben und schenkte zukünftigen Generationen eine stabile Grundlage. Paris wurde seine Wahlheimat. Hier auch erzielte er seine Erfolge und machte seinen Namen weltweit bekannt.

In einem Essay von Denis Bruna wird man über die Ursprünge des Spezialistenwissens der Kistenmacher aufgeklärt und hat Gelegenheit sich in der Folge mit der Herausforderung der Packer des 19. Jahrhunderts zu befassen, konkret mit Kartons, Schachteln und Koffer für Kleider und Accessoires. Dann erst wird die Biografie von Louis Vuitton präsentiert, der am 4.8.1821 das Licht der Welt erblickte. Man liest von seiner Firmengründung, -die Koffer, der er verkaufte, ließ er anfänglich von anderen produzieren-, von seiner Firmenerweiterung, seinen Erfolgen, seinem Nachfolger und seinem Testament. Zur Sprache gebracht wird auch der Zusammenhang zwischen Ausstellungen und Patenten und man hat Gelegenheit ausführlich über die Präsentationen bei Weltausstellungen in den Jahren 1867, 1868, 1878,1887 und 1889 zu lesen.

Die Mode und Basisgarderobe jener Zeit wird beleuchtet und es wird gezeigt, was in einen Koffer passen musste, dann liest man Näheres zu dem Kreativdirektor des 143 Jahre alten Traditionshauses Marc Jacobs, der 1997 die Aufgabe erhielt, erstmals in der Geschichte des Unternehmens Pret-à-porter-Kollektion für Damen und Herren sowie eine Accesssoire-Linie mit Schuhen und Handtaschen zu entwerfen. Man hat ferner die Möglichkeit neun Interviews mit unterschiedlichen Designern aus dem Hauses Vuitton zu lesen und auf diese Weise viel über die Mode-Vorstellungen des Designer-Teams dort zu erfahren und kann schlussendlich Einblick nehmen in die Kollektionen des Hauses seit dem Winter 1998/1999

 Für Modeliebhaber ist dieses Buch ein wahrer Genuss.

Empfehlenswert.

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Rezension:Trendige Taschen: Einfach selbst genäht (Broschiert)

Dieses Buch ist ein Geburtstagsgeschenk. Ich werde es einer Cousine schenken, die im Gegensatz zu mir in der Lage ist, eine Nähmaschine zu bedienen und mit diesem Gerät sehr gerne zur Tat schreitet. Beurteilen kann ich die im Buch gezeigten hübschen Nähergebnisse und die pädagogisch gelungenen Erläuterungen, aber ich weiß nicht, ob sich die Anleitungen auch wirklich handwerklich sehr gut umsetzen lassen.

 Die Autorin Lisa Lam entwirft Taschen und führt ein Online-Versandhaus für Nähbedarf. In ihrem vorliegenden Praxisbuch bietet sie für Einsteiger und Fortgeschrittene Arbeitsanleitungen, Tipps und Anregungen für eigene Entwürfe für Taschen an. Zunächst zeigt sie, die Grundausstattung zum Zuschneiden, Markieren, Messen und Feststecken sowie weitere Werkzeuge, anschließend führt sie in die Geheimnisse der Nähmaschine ein. Die Nähmaschine ist beim Herstellen einer Tasche das wichtigste Werkzeug. Als Mensch aus dem Tal der Ahnungslosen habe ich mich neugierig an die Nähmaschine meiner vor langer Zeit verstorbenen Großmutter begeben, um mir die Funktion der einzelnen Teile klar zu machen. Nicht um praktisch tätig zu werden, sondern, um einfach zu wissen, wie das Ding funktioniert. 

 Sehr gut erklärt wird dann die Anatomie einer Handtasche und der Umgang mit Schnittmustern. Davon gibt es im Buch zahlreiche. Man lernt, wie man Schnittmuster abändern kann, Stoffe zuschneidet und vorbereitet, Stoffe auswählt, lernt viele Stoffkategorien näher kennen und Muster und Farben einzusetzen, erfährt Wissenswertes über Einlegematerial und Zwischenfutter und wie man dieses fachgerecht einnäht, liest über Abnäher, Falten, Zwickel, Raffung etc. und hier über Vorteile und Anwendungsbeispiele. 

Über Verschlüsse und wie man diese anbringt, wird man gut aufgeklärt, auch das Herstellen von Träger und Griffe wird ausführlich erläutert. 

Die Modelle sind recht hübsch, speziell die lindgrüne "Tausendsassa-Tragetasche" mit zehn Gefächern. Schade, dass ich selbst keinen Nerv für Näharbeiten habe, denn die zuletzt genannte Tasche hat das gewisse Etwas. 

 Empfehlenswert.

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Rezension: Frauen und Perlen: Geschichten einer Leidenschaft in Malerei und Fotografie (Gebundene Ausgabe)

Die Kunstgeschichtlerin Claudia Lafranconi ist die Autorin dieses reich bebilderten, sehr informativen Buches, das sich mit dem Perlenmotiv in Malerei und Fotografie befasst.

Im umfangreichen Vorwort erfährt man zunächst allgemein Wissenswertes zum Thema "Frauen und Perlen".

Hier auch liest man, dass der älteste Perlenschmuck über 4300 Jahre alt ist und bei archäologischen Ausgrabungen im Winterpalast der persischen Könige in Susa gefunden wurden. Heute kann man diesen Schmuck im Ägyptischen Museum in Kairo bewundern.

 Lange Jahrhunderte hindurch war nicht bekannt wie Perlen entstehen und so glaubten die alten Chinesen beispielsweise, dass sie durch die Einwirkung des Mondlichtes wachsen würden.

Man liest auch wie Plinius im 1. Jahrhundert über die Entstehung von Perlen dachte und dass Goethe sich, in seinem "Westöstlichen Diwan" ist es dokumentiert, dessen Theorie noch immer anschloss, obschon sich im 18. Jahrhundert bereits Zweifler an deren Korrektheit zu Wort gemeldet hatten.

1913 konnte der Marburger Zoologe Friedrich Alverdes nach zahlreichen Versuchsprotokollen den exakten Entstehungsprozess der Perle wissenschaftlich darlegen. Perlen entstehen dann, wenn ein Fremdkörper in die Muschel eindringt. Dieser wird isoliert und unschädlich gemacht, indem ihn das empfindliche Weichtier Schicht für Schicht mit Perlmuttsubstanz ummantelt. Nach zwei bis drei Jahren dann ist eine runde, schimmernde Perle entstanden.

Aufgeklärt wird man des Weiteren wie aus dem seltenen Kleinod ein modisches Accessoire wurde. In diesem Zusammenhang erfährt man Näheres zu der Entstehung der Perlenzuchtindustrie und deren Gründerväter. Mittlerweile werden durch immer neue Züchtungen in Japan, China, im Roten Meer und vor Tahiti das Angebot der Juweliere stets vielfältiger erweitert. Perlen werden heute in verschiedenen Farben angeboten, wobei runde oder tropfenförmige Objekte am kostbarsten sind. Neben Form und Tönung ist das höchste Qualitätskriterium der warme Schimmer. Dieser wird erzeugt, wenn das Licht sich auf der dicht gewachsenen Schicht von Agronitkriställchen bricht.

 Informiert wird man vom Perlenhandel in den Zeitläuften und erfährt u.a., dass der römische Perlenhandel einst so bedeutend war, dass sich die Händler zu einer Zunft zusammenschlossen, die nach dem griechischen Wort für Perle- "margarita"- die Zunft der "Margaritarii" genannt wurde. Kleopatra soll übrigens die kostbarsten Perlen aller Zeiten besessen haben. Die Autorin berichtet vom Ende dieser Perlen und der Irrationalität ihrer Besitzerin.

Perlen galten als Sinnbilder der Reinheit, als wunderbare Heilmittel aber auch als Symbole der Macht, wie Lanfranconi dem Leser vermittelt. Queen Elisabeth I. trug Kleider, die mit 3000 Perlen bestickt waren und hatte kein Problem damit, die kostbaren Perlen ihrer Nebenbuhlerin Maria Stuart, die sie kaltblütig enthaupten ließ, in ihren Besitz einzuverleiben und auch zu tragen

Perlen waren, dass wird im Buch deutlich, stets eine wunderbare Projektionsfläche typisch weiblicher Träumereien. Eine Fülle von Gemäldeablichtungen namhafter Künstler aus unterschiedlichen Jahrhunderten bringen dem Betrachter perlengeschmückte Damen nahe. Dabei werden die einzelnen Gemälde und Fotos allesamt sehr gut erklärt.

Zugeordnet sind die Gemäldeablichtungen den Kapiteln: Schwelgen im Luxus
Damen der Gesellschaft und unbekannte Schönheiten
Sinnbilder der Reinheit- Kinderschmuck und Perlen in der christlichen Kunst
Geschmeide des Lasters- Verführerinnen und Kurtisanen
Symbole der Macht-Prinzessinnen und Königinnen
Attribute der Schönheit
Diven und Ikonen

Eines meiner Lieblingsbilder des Städelschen Kunstinstitutes ist gleich zu Beginn zu sehen. Es handelt sich um Sandro Botticellis "Weibliches Idealbildnis", die so genannte Simoetta Vespucci, deren Dekolleté von zahlreichen Perlensträngen umrahmt wird, die in rosafarbene Bänder verwoben sind.

Es führt zu weit an dieser Stelle auf die einzelnen Gemälde näher einzugehen. In ihrer Gesamtheit verschaffen die gezeigten Kunstwerke einen guten Eindruck von der Liebe der Künstler zu diesem Motiv, das die Schönheit von Frauen dann am meisten hervorzuheben vermag, wenn es auf einem schlichten "Kleinen Schwarzen" den einzigen Glanzpunkt darstellt. Ein schönes Buch, das ich gerne empfehle.


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