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Rezension: Dress like a #Parisian- #Alois_Guinut-#Prestel

Die Autorin dieses reich bebilderten und hübsch illustrierten Buches ist Alois Guinut. Sie hat am renommierten Pariser Institut Francais de la Mode studiert und war lange Jahre als Trendscout in der Modebranche tätig. Mittlerweile betreibt sie ihren eigenen Style Coaching und Personal Shopping Service. Darüber hinaus haben Le Figaro und der Observer schon über sie berichtet, was viel über ihren Bekanntheitsgrad aussagt.

Die Illustrationen im Buch hat Judith van den Hoek realisiert. Sie arbeitet als Modeillustratorin u.a. für #Prada, #Hermès und #Burberry. Ihre Illustrationen sind weltweit in Style-Magazinen veröffentlicht worden.

Bei diesem Nachschlagewerk handelt es sich um einen #Style_Guide für perfekten französischen Chic. In der Einführung liest man zunächst, was den Look der Parsienne ausmacht, um dann etwas über die Pariserin und ihre Farben zu erfahren. Wie man informiert wird, sollen die Damen dort ein ausgeprägtes Faible für neutrale Farben besitzen. Um welche Farben es sich konkret handelt, erfährt man natürlich auch. Dann werden über einige Seiten neutrale und helle Farben in  der Kleidung näher erörtert und Tragetipps gegeben. Man liest, was wozu passt, so etwa zu Beige oder Nudetönen, lernt Farbe richtig einzusetzen und Komplementärfarben zu verstehen. Von Pastelltönen über Knallrot bis hin zu einem richtigen Mix wie auch Glanz und Glitter bleibt nichts ausgespart.

Die Pariserin und ihre Muster  sind ein weiteres Thema. Hier gilt es, die richtige Wahl zu treffen, sich zu entscheiden zwischen auffällig und dezent. Man lernt etwas über abgestimmte Muster und auch dem Kontrast dazu. Nicht unproblematisch ist das Mustermix. Da gilt es mancherlei zu beachten. Darüber wird gottlob sehr gut informiert. Dann geht es um Streifen, Punkte, Leo-Prints, Blumenmuster, Karomuster, sehr ausgefallene Prints wie auch Grafik-T-Shirts, die gut zu Jeans passen, zu formeller Kleidung  nach meiner Meinung  - bei allem Mut- jedoch eine Altersfrage sind.

Sehr lesenswert ist das Kapitel "Die Pariserin und ihre Silhouette". Alois Guinut schreibt, dass der Schnitt der Kleidung die Persönlichkeit der Parisienne noch deutlicher widerspiegele als die Farben oder die Muster. Gezeigt und näher beschrieben werden deshalb strukturierte Mode, figurbetonte Mode, weiche als auch fließende und lange sowie kurze Kleidung. Hohe und flache Schuhe sind im Hinblick auf die Silhouette ein Thema. Hier erfährt man, wozu bestimmte Schuhe mit bestimmten Absätzen passen. Dann  liest  man Wissenswertes über Gürtel und wie man sie trägt. Über feminine Noten und androgyne Optionen kann man sich kundig machen und sich alsdann den Basics der Pariserinnen zuwenden. Hierzu zählen Trenchcoats, coole Jacken, Blazermäntel, Kleider natürlich auch Jeans. Erläutert werden Schnittformen von Jeans und Details. Hier auch liest man, dass kleine Gesäßtaschen den Po runder wirken lassen. Blusen kommen zur Sprache, zudem T-Shirts. Diesbezüglich werden Muster, Details, Stoffe und Schnitte thematisiert. Zu den Basics zählen elegante Tops, zeitlose Pullover, Blazer und manch anderes mehr. Tragetipps zu all diesem sind überaus erhellend. Ebenfalls erhellend ist das Kapitel über Stoffe. Hier erhält man eine kleine Materialkunde und kann sich dann in Stoffe vertiefen. Spannend auch ist, was die Autorin über Gürtel und Schals, Handtaschen, Schmuck, Brillen und andere Accessoires schreibt und welches Make- up die Pariserin liebt. Dazu kommen noch Infos über die vielen Styles der Parisiennes.

Kurzum, es handelt sich um einen wunderbaren Ratgeber, in dem erläutert wird, wie man sich seinem Körpertyp und seinem Hautton gemäß sinnvoll kleidet. Dies alles macht das Buch für alle, die den Pariser Chick lieben, zu einem kleinen Juwel.

Sehr empfehlenswert

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

Onlinebestellung: Prestel oder Amazon
Dress like a Parisian: Der Style-Guide für perfekten französischen Chic

Rezension: Ultimate Lifestyle Collection for Women- teNeues

Dieser Bildband ist eine Mode-, Schönheits-, und Lifestyle-Bibel für die anspruchsvolle Frau des 21. Jahrhunderts,  so die Botschaft im Vorwort. Dabei achtet die Autorin Chloe Fox besonders darauf, eine möglichst breite und aktuelle Palette von Marken vorzustellen. 

Untergliedert ist das reich bebilderte Buch, dessen Texte in englischer, deutscher und französischer Sprache zu lesen sind, in  die Kapitel: 

Fashion 
Jewerly 
Lifestyle 
Well-being 
Out of Home 
Interior 

Präsentiert wird  eingangs der Designer Eric Javits, dessen Winterkollektion Hüte, Handtaschen und eine Auswahl an Herbst- und Winteraccessoires umfasst. Seine Sonnenhüte werden von hübschen, jungen Models präsentiert, sind aber durchaus auch für ältere Damen geeignet. Insofern kann ein solcher Hut ein Langzeitprojekt sein.

Man erfährt mehr über Strümpfe der Marke Falke, die vor über 120 Jahren schon ihren Anfang nahm. Dann wird wenig später die Mode-Designerin Bettina Schoenbach vorgestellt, die einst bei Armani, Valentino und Ungaro gelernt hat und modernes Design mit traditionellem Handwerk verbindet.

Sogar Trachtenmode wird vorgestellt und man kann sich in ein Interview mit der Dirndl-Designerin Kinga Mathe vertiefen, die u.a. eine Antwort darauf gibt, welche Bedeutung das Dirndl in der modernen Zeit hat. 

Modegeschäfte wie "Lodenfrei" in München werden vorgestellt und Marken wie "Marc O`Polo", bei der die Liebe zu Naturmaterialien und authentischer Schönheit unterstrichen werden. Wintermode von "Bogner" und von den Alpen inspirierte Mode der "Marke Sportalm" runden das 1. Kapitel ab. 

Dann folgen Schmuck-und Uhrendesigner. Hier beeindrucken die schlichten Ringe der Goldschmiedin Warinka von Saucken, die keinen Trends unterworfen sind. Schlicht  und damit ansprechend sind auch die Kreationen von Coralie Charriol, während das Design von Wempe, das im Buch gezeigt wird, einen gewissen Rahmen benötigt, um nicht überzogen zu wirken. 

Mit Lifestyle geht es dann weiter. Hier werden u.a. hochwertige Champagner-Sorten präsentiert, so etwa aus dem Champagnerhaus "Leclerc Briant aus Èpernay". Dort ist jede Flasche nicht nur biodynamisch zertifiziert, sondern zudem vegan. Ein Interview mit dem CEO des Hauses empfehle ich nicht nur allen Sektliebhabern zu lesen. 

Dr. Barbara Sturm macht auf ihre Gesichts- und Hautpflegeprodukte aufmerksam. Bei diesen wirkt Portulakextrakt antioxidierend auf der Haut. Gefallen hat mir die Beschreibung von "Baims". Das sind Bio-Pflegeprodukte aus Frankfurt in luxuriösen Behältern aus Bambus. Des Weiteren werden luxuriöse Hotels in aller Welt vorgestellt, so etwa auf den Malediven oder aber in Griechenland. Hier speziell wird das "Sani Resort" auf der griechischen Halbinsel Kassandra präsentiert. Ein Traum, den sich nur wenige erfüllen können. 

Zum Schluss dann gibt  es noch Einblicke in edle Inneneinrichtungen. All das kann natürlich auch  erworben werden. Deshalb sind die Websites der Hersteller  zum Schluss aufgeführt.

Das Motto des Buches? Wer Luxus anstrebt, sollte sich zunächst über diesen informieren. Je  zeitloser und werterhaltender  luxuriöse Dinge sind, um so mehr überzeugen sie.

Sehr empfehlenswert.

Im  Fachhandel erhältlich
Onlinebestellung: teNeues oder Amazon
Ultimate Lifestyle Collection for Women: Die besten und exklusivsten Brands für Frauen in einem opulenten Bildband (Deutsch, Englisch, Französisch) - 27,5x34 cm, 256 Seiten
Autor: Chloe Fox 
Artikelnummer: 71105-deu 
ISBN: 978-3-96171-105-5
 EAN: 9783961711055 
Ausführung: 27,5 x 34 cm 256 Seiten, 350 Farb- und 30 Schwarz-Weiß-Fotografien Hardcover 
Text: Deutsch, Englisch und Französisch 


Gewicht: 2,312 kg

Rezension: Frauen mit Stil- Josh Sims- Midas

Der Autor dieses reich bebilderten Werkes ist Stil- und Modeexperte. Josh Sims schreibt für renommierte Zeitungen und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht.  In "Frauen mit Stil" präsentiert er die legendärsten und einflussreichsten Kleidungsstücke und Accessoires der Damengarderobe. Dabei geht er ihrer Herkunft und Geschichte nach und berichtet über ihr Design, sowie die Persönlichkeiten, die ihnen zu Weltruhm verhalfen. 

Das Buch ist in sieben Kapitel untergliedert als da sind: Oberbekleidung, Röcke, Kleider. Hosen, Tops, Unterwäsche. Freizeit und Badebekleidung, Schuhe, Accessoires 

Der Reigen beginnt bei der Oberbekleidung mit dem Trenchcoat. Burberry stellte diesen Mantel, der kecke Burschikosität signalisierte, aus dem Film "Frühstück bei Tiffany" her. Man erfährt Historisches zu diesem Kleidungsstück und auch, dass nur wenige Stücke die Zeitläufe so gut überstanden haben wie der Trenchcoat. Er konnte stets neu erfunden werden und sei es auch nur mit einer veränderten Anzahl an Knöpfen auf der Vorderseite. 

Spannend sind die Betrachtungen zur Lederjacke für Frauen und natürlich für den Minirock, der als die modische Zusammenfassung der 1960er Jahre gilt. Es war das Symbol der wachsenden Lücke zwischen der Jugend und Elterngeneration. 

Auch der Bleistiftrock wird thematisiert und das Kostüm, das erst in den 1950ern ein Kleidungsstück wurde, das man nicht mehr nur zur Arbeit trug, sondern das zu einem Modeartikel wurde. In den 1980er und 1990er Jahren dann trugen Frauen in Führungspositionen erneut Kostüme. Doch dies ist auch schon wieder lange her. 

Über Kleider wird man umfangreich aufgeklärt, allen voran das "kleine Schwarze", das Coco Chanel in den 1920ern einst kreiert hatte. Seinen Triumph hat es Jahre später im Film "Frühstück bei Tiffany" erlebt. Schön auch, dass das sogenannte Etui-Kleid nicht unerwähnt bleibt, dessen Unkompliziertheit und die allgemeine Bequemlichkeit sicherten ihm den Ruf des Klassikers. An Wickel- und Hemdkleider wird man des Weiteren erinnert bis irgendwann schließlich Hosen folgen. Vergessen worden sind u.a. nicht die Leggings und auch nicht die Jeans. Bemerkenswert zudem ist die kurze Abhandlung zu Hosenanzügen, die es zu lesen lohnt. 

Die junge Brigit Bardot im Ringel-Shirt war eine Augenweide. Schon Coco Chanel kombinierte ein solches bretonisches Shirt mit weißen Hosen und Ende der 1930er Jahre war das Shirt für Frauen in der Haute Couture angekommen. 

Blusen und Twinsets werden ebenfalls thematisiert, sogar die Strumpfhose, die in den 1960er Jahren mit dem Minirock herausgebracht wurde und der BH, der, historisch gesehen,  zurückgeht bis in das Jahre 1866. Sehr schön sind die Abbildungen alter Badeanzüge und Bikinis, so etwa getragen von Ursula Andress im Jahre 1962 und natürlich die Schuhe, beginnend beim Stiletto, weitergeführt mit den zeitlosen Ballerinas etc, etc, wobei man nie vergessen sollte, dass ein kleiner Absatz bereits die Beine betont. 

Accessoires wie der Seidenschal und der Glockenhut bleiben auch nicht ausgespart, dieser war für die 1920er Jahre typisch. Damals wurde es modisch, die Krempe nach oben zu klappen. Nach meiner Ansicht ist dies der schönste Hut, der jemals kreiert wurde. 

Diese und vieles andere Dinge mehr werden in dem vorliegenden Buch sehr gut beschrieben. Dabei  erfreuen 245 Illustrationen den Betrachter und Modebegeisterten natürlich beim Durchblättern immer wieder.

Sehr empfehlenswert

Helga König

Onlinebestellung Midas oder Amazon
Frauen mit Stil (Midas Collection)

Mary Kay- Love Fearlessly-Eau de Parfum

Dieser wunderbar warme Duft von Mary Kay ist in einem, an einen geschliffenen Edelstein erinnernden Flakon verborgen. 

Sprüht man ein wenig davon auf das Handgelenk, um einen ersten Eindruck davon zu erhalten, lassen uns feurig-warme, betörende Noten graue Tage sofort vergessen und sogleich von der Leichtigkeit des Seins träumen, die man am liebsten mit strahlendem Licht gedanklich in Verbindung bringt. 

"Love Fearlessly" ist ein verführerischer, sinnlicher Duft mit orientalisch-blumigen Komponenten. Er vereint Zitrusnoten mit exotisch-fernöstlichen und würzigen Duftelementen und lässt an den Zauber der Gärten der Alhambra denken.

In der Kopfnote nimmt man kraftvollen Kardamom, rosa Pfeffer und fruchtige Mandarinorange wahr. Die Herznoten bestehen aus arabischem Jasmin, frischer Pfingstrose und herbstlicher Pflaumenblüte. In der Basis beeindruckt australisches Sandelholz, würziges Patschuliblatt und herber Moschus.

Diese Duftkomposition ist ideal für die dunklere Jahreszeit, wo unsere Seele sich vermehrt nach Streicheleinheiten sehnt. Genau diese werden auf vielfältige Weise suggeriert und öffnen uns auf geheimnisvolle Weise für die Poesie, die diesem Duft innewohnt. 

Wer möglichst lange Freude an dem Dufterlebnis haben möchte, sollte "Love Fearlessly" nach dem Duschen auf der noch warmen Haut auftragen oder nach dem Föhnen in die noch warmen Haare sprühen. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König 

Im Fachhandel erhältlich Onlinebestellung: www.marykay.de

Rezension: Männer mit Stil- Josh Sims- Midas Collection

Josh Sims, der Autor dieses schönen und dabei sehr informativen Buches ist freischaffender Stil- und Modeexperte. Er schreibt für renommierte Zeitungen und hat zahlreiche Bücher verfasst. In der vorliegenden Publikation untersucht er Ikonen der Männerbekleidung und hier konkret ihre Herkunft, ihre Historie, die Geschichten hinter dem Design, die Marke oder das Unternehmen, das damit begonnen hat und geht zudem der Frage nach, welchen Einfluss das Kleidungsstück darauf hat, wie Männer sich heute anziehen. 

Nach der Einleitung ist das reich bebilderte Werk in die Kapitel 
1. Oberbekleidung 
2. Hosen 
3. Schuhe 
4. Unterwäsche 
5. Schneiderware 
6. Hemden & Pullover 
7. Accessoires 
untergliedert. 

Männerstile sind, so erfährt man eingangs, Variationen eines wohlbekannten Themas und nur selten eine völlig neue Melodie. Seit dem 19. Jahrhundert sei pfauenhaftes Inszenieren bei Männern allerdings verpönt. Konservatismus bei Kleidung sei das Zeichen des Gentlemens. 

Das erste Kapitel beginnt mit der Präsentation des Blousons. Als typischer Blousonträger wird James Dean gezeigt. Das Blouson, das auch unter den Bezeichnungen Windjacke, Golfjacke oder Harrington bekannt ist, gehörte in den 1950er Jahren zur Teenager-Uniform.

Man erfährt im ersten Kapitel zudem Wissenswertes über Wachsjacken. Diese Landjacken von Barbour waren ursprünglich nur in salbeigrün zu haben. Der Farbton wurde Markenzeichen des Unternehmens. 

Weiter geht es mit Mänteln. Der Mantel zählte in den 1950er und 1960er Jahren zum Kanon der Männerkleidung. Geschaffen wurde das Kleidungsstück aber schon Ende des 18. Jahrhunderts. Der sogenannte Covert besaß einen kontrastierenden Samtkragen, eine Tickettasche, eine große Innentasche und farbige Ziernähte am Saum und an den Manschetten und wurde aus einem weichen, reißfesten beige- oder anthrazitfarbenen Stoff gefertigt. Dieser Mantel wurde dann zur Vorlage des klassischen Crombie-Mantels. In den 1930er Jahren dann wurden die Mäntel leichter, wofür die Gründe genannt werden. Noch bis in die 1950er Jahre blieb dieser Mantel ein Kleidungsstück der Oberschicht, was heute vielleicht in Vergessenheit geraten ist. 

Man liest über Jeans-Jacken, auch über den Dufflecoat, den Parka, die Bomber-Jacke, um schließlich mehr über den Mac zu erfahren. Es handelt sich um einen Regenmantel, dessen Stoff von dem Chemiker Charles Macintosh entwickelt wurde. Durch das Einreiben und das Verkleben mit einer Gummilösung, konnte kein Regen eindringen. 

Über die Geschichte der Lederjacke wird man ebenso informiert wie über die Fliegerjacke und diverse andere Kleidungsstücke mehr, die zur Oberbekleidung von Männern zählen, so auch über den Trenchcoat, den man mit dem Schauspieler Humphrey Bogart assoziiert. Er wird im Buch auch als klassisches Model für diesen Mantel gezeigt.

Im zweiten Kapitel dann geht es um Hosen, nicht zuletzt um das Kultkleidungsstück des 20. Jahrhunderts: die Jeans. Erfunden wurde sie von Jakob Davis, einem lettischen Immigranten und Scheider. Gemeinsam mit seinem Partner Levi Strauß ließ er sich 1873 die Jeans patentieren. 

Eine ganze Reihe toller Herrenschuhe werden  danach vorgestellt, auch der Loafer und der Autofahrerschuh. Hier lernt man dann die Geschichte von Della Valle kennen, der 1979 einen Schuh mit 133 Noppen gestaltete. Es handelt sich dabei um den Gommino von Tods . 

Von Slips bis Maßanzügen bleibt in den Betrachtungen nichts ausgespart, so auch der Smoking und der Blazer nicht. Hemden, auch Sweat-Shirts kommen zur Sprache, selbst das Holzfällerhemd, das in seiner Hässlichkeit nur noch vom Hawaihemd getoppt wird. 

Spannend sind die Einblicke in Männeraccessoirs, zu denen auch der Panamahut zählt, die Krawatte und ein Füllfederhalter. 

Kurzum, wer ein Mann mit Stil sein möchte, sollte sich informieren, denn unter Modegesichtspunkten ist dies gar nicht so einfach.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Männer mit Stil: Ikonen der Herrenmode (Midas Collection)

Rezension: CHANEL- Karl Lagerfeld –Die Kampagnen- Patrick Mauriés- Prestel

In der aufschlussreichen Einführung dieses traumhaft schönen Buches mit Modeaufnahmen von Karl Lagerfeld erfährt man, dass der Modeschöpfer einst die namhaftesten Modefotografen für Aufnahmen ins Modehaus CHANEL eingeladen hatte. Angetan war er speziell von Helmut Newton. 1983 entstand dann Newtons erstes offizielles Porträt von Lagerfeld. Seit 1987 macht Karl Lagerfeld -inspiriert von all diesen Top-Fotografen- selbst Modefotografien wie sie für Pressemappen zusammengestellt werden. Der Fotokünstler realisiert auch solche Aufnahmen für die Modehäuser KL und Fendi, mit denen er eng verquickt ist.

Die wundervollen Fotos im vorliegenden Buch mit dem Titel "Die Kampagnen" beginnen mit Modeaufnahmen aus der Herbst/Winter Modekampagne 1987/1988. Lagerfeld fotografierte damals in einem Pariser Studio mit seiner Muse Inés de La Fressange. Die Kollektion war von einer Oper aus dem 17. Jahrhundert inspiriert und vereinte opulente Barockästhetik mit aufwendigen Stickereien von Lesage.

Es folgen Aufnahmen Frühjahr/Sommer 1988 Pret –A-Porter, typische CHANEL-Kleidung, im Grunde sehr zeitlos. Dazwischen gibt es immer wieder auch Haute Couture-Aufnahmen. Zauberhafte Impressionen...

Karl Lagerfeld erzählt mit seinen Bildern Geschichten, in die man sich gerne hinein vertieft. Dann irgendwann erlebt man Claudia Schiffer, jung, sehr hübsch, eigentlich nicht ein typisches CHANEL-Model. Noch weiß man nicht, was Lagerfeld aus ihr machen wird. Man begreift, er ist fasziniert.
Man versteht, weshalb er sie gerne fotografierte. Sie war bildschön und wirkte auf eine besondere Art unschuldig zu Anfang ihrer Karriere. Später dann überwog distanzierte Erotik, die bestens mit CHANEL harmonierte.

Immer wieder liest man etwas zu den einzelnen Kampagnen, bewundert die Mode, die Gestaltung der Bilder, die Models, die stets dünner werden aber auch jünger und nichts mehr mit Coco Chanel gemein haben.

Eleganz und Poesie sind verschwunden. Doch jetzt - auf seine späten Tage- entdeckt Karl Lagerfeld die "Modernität der Antike". Er sagt "Die Kriterien der Schönheit, im alten, dann im klassischen Griechenland haben ihre Gleichgültigkeit bis heute bewahrt. Nie gab es schönere Frauendarstellungen und schönere Säulen. Die gesamte Renaissance gründete auf der Antike….."

Dann betrachtet man die Bilder der Kampagne 2017-2018 und hofft, dass das Schöne für immer Bestand haben wird in der Mode von CHANEL und den Bildern, die Karl Lagerfeld  zu einem wunderbaren Geschichtenerzähler gemacht haben. Seine Modeaufnahmen sind ein besonderes Vermächtnis, die Zeitgeist auf hohem Niveau festhalten. Möge er das Schöne der griechischen Antike für CHANEL vielfältig  neu interpretieren in noch zahlreichen kommenden Kampagnen.  Nicht nur Goethe wird sich darüber freuen.

Karl Lagerfeld ist mit seinem neuen Blickwinkel nämlich ganz nah bei Goethe, der einst sagte: "Unter allen Völkerschaften haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt."

Das leinenbezogene Buch wird in einem sehr schön illustrierten Schuber geliefert.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension: A Scented World- Die Welt der Düfte- Claire Bingham- teNeues

Der Verlag teNeues stellt die Autorin dieses bemerkenswerten Werkes wie folgt vor: "Die Einrichtungsjournalistin CLAIRE BINGHAM schreibt für eine Reihe von Zeitschriften weltweit über Design, Reisen und Stil. Bevor sie anfing, Bücher zu veröffentlichen, darunter die teNeues-Bände Modern Living und A Beautiful Mess, war sie Wohnredakteurin der britischen Elle Decoration und mit einfühlsamen Beiträgen auch in internationalen Hochglanzmagazinen wie Vogue Living und Architectural Digest vertreten. Wenn sie rund um den Globus nach inspirierenden Interieurs sucht und hinter den Kulissen neue Talente entdeckt, schreibt sie am Ende immer über Häuser voller Charakter – sei es moderner Glamour oder altweltlicher, nachlässiger Charme."

In diesem reich bebilderten Buch, das den Untertitel "Die Welt der Düfte trägt", sind die äußerst lehrreichen Texte in englischer, deutscher und französischer Sprache abgedruckt.

Dabei umfasst das  Werk um die feinen Düfte drei Schwerpunkte: die kreativen Köpfe, die Orte und die ikonischen Marken. 

Claire Bingham besuchte nicht nur die kreativen Köpfe hinter den Düften, sondern auch die Orte, wo diese entstehen, so etwa die zauberhaften Gärten von Parterre in Großbritannien. Dort trifft Botanik auf Parfümerie.

Natürlich werden Orte wie Grasse und hier die Manufaktur Fragonard vorgestellt. Die Geschichte der Parfümstadt geht ins 15. Jahrhundert zurück. Damals war die mediterrane Kleinstadt für ihre Lederproduktion berühmt. Ab 1560 wurden Jasminfelder angepflanzt und später dann Provence-Rosen, Tuberosen und Lavendel. Bilder von Grasse und der Manufaktur Fragonard auch ein Interview mit der Firmenchefin und die Präsentation der Parfum-Ikone Chanel N. 5 bilden den Anfang des Reigens dessen, was die Welt der Düfte anbelangt. 

Man lernt u.a. den Parfümeur und Buchautor Jean Claude Ellena kennen. Er hatte einst an der neu gegründeten Parfümschule in Givaudan im Schweizerischen Vernier studiert und bei Hermes gearbeitet, auch er hat ein Interview gegeben wie viele  andere vorgestellte Kreative im Buch, die  dazu beitragen, dass sich das Wissen um edle Düfte beim Leser vergrößert. 

Faszinierende Fotos vom Haus Guerlain in Paris lassen den Blick lange verweilen und es folgen eine Fülle interessanter kurzweilig zu lesender Texte, die man sich nicht entgehen lassen sollte, so etwa über die Osmothéque, ein Archiv in Paris, das über 4000 Parfümjuwelen enthält, darunter auch das "Reine de Hongrie" aus dem Jahre 1370, eines der ersten Parfüms auf der Basis von Alkohol. 

Beeindruckend sind die botanischen Gärten und die Parfüm-Destilliere in Keyneston Mill. Dort befindet sich das Haus und die Gärten von Julia und David Bridger. Das sind die Gründer von Parterre.

Seite für Seite erfährt man mehr über die wahrlich paradiesische Welt der Düfte und sehnt sich danach, all die Orte aufzusuchen, die im Buch präsentiert werden. 

Die Düfte waren mir bislang nicht alle bekannt, das gilt z. B. auch für "Bois d`Ascèse", das von einer Kirche aus Pinienholz inspiriert wurde und Weihrauchnoten enthält.

Maximal empfehlenswert 

Helga König 

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Vogue-Little Black Dress- Prestel

In diesem reich bebilderten Buch werden beeindruckende Fotos aus dem Archiv der britischen Vogue vorgestellt. Die Ablichtungen des "kleinen Schwarzen" aus allen Zeiten zeigen von Vintagemodellen bis zu modernsten Interpretationen internationaler Couturiers alles, was man über dieses Kleidungsstück in Erfahrung bringen sollte. 

In der Einführung erfährt man zunächst allgemein Wissenswertes über die "Uniform für alle Frauen mit gutem Geschmack", wie die Vogue das kleine Schwarze einst bezeichnet hat. 1926 von Coco Chanel entworfen, feierte es wenig später in Hollywood bereits erste Triumphe und Ende der 1920er Jahre, als sich Filme in Technicolor durchzusetzen begannen, bevorzugten Filmemacher das kleine Schwarze, weil es zu allen anderen Farben auf der Leinwand passte. 

Wie man erfährt, behauptete sich dieses Kleidungsstück bis heute und zwar dadurch, dass es sich dem Wandel der Zeit anpasste. Davon kann man sich auf den vielen Fotos überzeugen, die alle näher erläutert werden. 

Trotz oder gerade wegen seiner Schlichtheit, so liest man weiter, vermochte das Little Black Dress auch eine Schlüsselrolle in der komplexeren moderneren Fotografie zu spielen und zwar als Element, das bei kreativen Höhenflügen die Bodenhaftung herstellt.

Das fokussierte Kleidungsstück eignet sich bestens für Accessoires. Davon kann man sich auf Bildern ebenfalls überzeugen. Es war Coco Chanel die die Wahl der Accessoires zur Kunst erhob, weil sie fand, dass diese eine Frau erst ausmachen. So wurde die Perlenkette der verlässliche Begleiter des kleinen Schwarzen und durch Audrey Hepburn  dann zum Klassiker erhoben. 

Nicht nur durch Schmuck, sondern auch durch Handtaschen, Hüte oder Handschuhe lassen ich bei diesem Kleid Akzente setzen, wie  Fotos veranschaulichen. 

Sehr schön ist ein elegant zurückhaltendes Kleid von Armani mit einer Zusammenstellung preziöser Accessoires und verführerisch ein rückenfreies schenkelkurzes Minikleid aus Lamé, das dokumentiert, dass im 21. Jahrhundert das Little Black Dress endlich die Freiheit erlangt, das zu sein, was es sein möchte, ganz so wie die Frauen, die es tragen. 

Mit am meisten überzeugt hat mich das schwarze Stretchkleid von Richmond-Cornejo mit rundem Ausschnitt und hautengen Ärmeln. Es ist unübertrefflich sexy und dabei ausgesprochen edel. 

Durch den Einzug des Computerzeitalters und damit einhergehend der digitalen Bildbearbeitung wurde das kleine Schwarze zum unverzichtbaren Verbündeten für all jene, die die Bildsprache in der Modebranche bestimmen. So hat man Gelegenheit diese  Seite um Seite  zu dekuvrieren und viel über Weiblichkeit in Erfahrung zu bringen. in ihren zahllosen Facetten. Immer ein wenig ihrer Zeit voraus...

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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VOGUE: Little Black Dress: Das kleine Schwarze

Tendre Nuit Eau de Parfum-Isabey- Parfumeur à Paris depuis 1924

Dieser betörende Duft ist in einem Luxus Coffret verborgen, der von weißem Leder überzogen ist. Dabei ist die Schriftfarbe der Box ist einem dunklen Violett gehalten. Dies ist auch die Farbe des Flacons, der in seiner geometrischen Sachlichkeit besticht. 

Tendre Nuit (Zarte Nacht) wurde 1944 in New York von Isabey Paris erstmals präsentiert und wird nun in einem zeitgenössischen Design neu lanciert. 

Das Eau de Parfum möchte an die Gefühle einer zarten und dabei leidenschaftlichen Nacht erinnern, die sich in der Farbe des Flacons widerspiegeln und zwar poetisch  als auch leuchtend zugleich. 

Sprüht man ein wenig von dem sehr erotisch duftenden Eau de Parfum auf den Puls, nimmt man in der Kopfnote Mandel und Rosa Pfeffer wahr. In der Herznote  dann entfalten sich ein beeindruckender Wirbel von Rosenöl, Rosen Absolu. Durch diese Komposition wird eine Nacht der Liebe und Leidenschaft als Quintessenz der Weiblichkeit  geheimnisvoll enthüllt, wobei der beigefügte Ambrettsamen im Herz für eine pudrige Note sorgt, die zärtliche Sinnlichkeit suggeriert.

In der Basis sind es Ambroxan, Cashmeran, Benzoe und Vanille CO2, die den Suchteffekt abrunden, den nicht nur feminine Frauen gerne erzeugen möchten, wenn die Atmosphäre passend ist.

Maximal empfehlenswert

Helga König

Eau de Parfum Vapo 50 ml- Preis UVP: € 139.-- 
Eau de Parfum Vapo 10 ml- Preis UVP: € 39.—Travel Size 

Tendre Nuit Eau de Parfum con Isabey ist in ausgewählten Fachparfümerien erhältlich-

Rezension: Sônia Bogner- Ein Leben zwischen Feuer & Eis- teNeues

Der Skirennfahrer, Filmemacher, Designer und Inhaber der Bekleidungsfirma Willy Bogner hat  mit diesem Bildband eine öffentliche Liebeserklärung an seine Frau Sônia auf den Weg gebracht. Sie starb vor einem Jahr im Alter von 66 Jahren an einem Krebsleiden. 

Willy Bogner schreibt zu Beginn des Bildbandes über sie: "Sie war der aufrichtigste Mensch, dem ich je begegnet bin. Ihr strahlendes Wesen, ihre Warmherzigkeit, ihr sprühendes Temperament haben nicht nur mein Leben reicher gemacht, sondern auch das vieler anderer Menschen. Niemand wird ihr wunderbares Lachen vergessen können, das direkt auch ihren Herzen kam."

Wer diese interessante Frau war, erfährt man im vorliegenden reich bebilderten und dabei textlich überaus informativen Buch im Rahmen von 11 Kapiteln. 

Die 21 jährige Sônia, eine Brasilianerin, lernte den Unternehmer Willy Bogner 1972 kennen als er für den Bogner-Katalog Golfmode fotografierte und sie als Model gebucht war. Es soll Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, deshalb auch heirateten die beiden 5 Monate später. 

Zunächst erfährt man mehr über diese Liebesbeziehung, die über vier Jahrzehnte andauerte und in der durchaus auch gestritten, diskutiert und sich versöhnt wurde. Ihr gemeinsames Leben war ein vor allem durch gemeinsames Arbeiten geprägt und in vieler Hinsicht sehr erfolgreich. 

Die Fotos zeigen ein enorm glückliches Paar in einer Art Dauerverliebheit wie sie nur sehr selten über Jahrzehnte hinweg möglich ist. Aus dem Model Sônia wurde eine Top-Modemacherin, die frischen Wind in die Damenkollektion des Hauses Bogner brachte. Sônias Stil  galt als eklektisch. Sie schätzte einen Look, der ein bisschen Hippie mit einem Schuss Rock`n `Roll  daherkam. Bestickte Teile und Blumenmuster mochte sie sehr, jedoch auch streng geschnittene Hosenanzüge und Blazer. In ihren Kollektionen soll sie die brasilianische Lebensfreude ausgelebt und mit Leichtigkeit legere, fröhliche Teile kombiniert haben. 

Man erlebt Sônia Bogner auf Fotos mit vielen namhaften Persönlichkeiten, nicht zuletzt auch mit Uschi Obermaier, die heute als Schmuckdesignerin in Los Angeles ansässig ist und mit Veruschka Gräfin von Lehndorff, die ihre Karriere  einst als erstes deutsches Topmodell begann und heute als Malerin und Gestalterin arbeitet. Auf allen Bildern fällt in erster Linie das Leuchten der Modemacherin auf.

Man erfährt  viel Erhellendes über den Stil der Designerin Sônia Bogner.  So viel nur: Bei ihr musste alles unkompliziert sein. Dabei liest in zahlreichen Zitaten viel Wissenswertes über das Denken dieser sympathischen, äußerst fähigen Frau, deren Vorfahren einem Indianerstamm in Brasilien angehörten. 

Es führt zu weit,  über all die Texte und Fotos im Bildband hier etwas zu schreiben. Sônia Bogner kannte alle, die Rang und Namen hatten und war sehr beliebt wie die Bilder deutlich machen. Dies hing wohl hauptsächlich damit zusammen, dass sie eine warmherzige, strahlende Frau war, die erfreulich unkonventionell wirkte. 

Zudem erhält man eine Idee von ihrem Wohnstil und erfährt wie das Ehepaar Bogner gereist ist. Seite um Seite begreift man die Seelenverwandtschaft der beiden immer intensiver und ahnt die Trauer dieses Mannes, dem man das nahm, was ihm am meisten bedeutet hat. 

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Sonia Bogner. Ein Leben zwischen Feuer & Eis