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Rezension: Parfum Divin de Caudalíe

Dieser edle Duft aus dem Hause Caudalié befindet sich in einem gläsernen Flakon, der silbern als auch golden erstrahlt und mit einem wertvollen Verschluss aus Eschenholz gekrönt ist. Dabei stammt das Eschenholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.

Das Parfum ist eine Kreation des Edelparfümers Jacques Cavallier und stellt eine Weiterentwicklung des Devine Oils, eines der erfolgreichsten Produkte von Caudalié dar. 

Sprüht man ein wenig von dem Parfum auf den Puls, so nimmt man die marokkanische Rose als feine und empfindliche Essenz wahr, zudem auch die Rose Absolute aus Bulgarien. 

Hinzu kommen spritzige Duftnoten aus Grapefruit sowie Rosa Pfeffer, drei Schoten der seltenen "Planifolia Uganda" Vanille, der Zeder aus Virginia und zudem außergewöhnliche Moschusarten. 

Die raffinierte  Duftkomposition wirkt sehr warm, angenehm  und betörend, ohne dabei aufdringlich daher zu kommen.

Mich erinnert das Parfum an marokkanische aber auch andalusische Gärten besonders in den Abendstunden. 

Ein sinnlicher Duft, der den Sommer  in vielen Facetten spiegelt, hauptsächlich aber in seinen satten Farben. 

Sehr empfehlenswert.

http://www.caudalie.com/

Rezension: Laura Biagiotto –BLU DI ROMA- UOMO

Neu von Laura Biagiotti ist dieser wunderbare Herrenduft, der in einem nachtblauen Flakon darauf wartet, sich auf Männerhaut vielschichtig zu entfalten. 

Die unterschiedlichen Blautöne auf dem Karton sollen an die facettenreichen  Blautöne in Rom erinnern und zwar bei Tag und Nacht. 

Dieser geschichtsträchtigen Stadt mit ihren vielen antiken Gebäuden, den legendären Brunnen, den alten Philosophen, den tapferen Gladiatoren und den schönen jungen Römern ist BLU DI ROMA UOMO gewidmet. 

Dabei erinnert der  saphirblaue Flakon an den Pantheon-Fries und wirkt mit dem silbernen Verschluss sehr edel. 

Sprüht man ein wenig davon auf die Haut, nimmt man zunächst in der Kopfnote spritzige Zitrusakkorde mit italienischen Grapefruits, Zitrone und etwas aromatischer Artemisia wahr. Die Herznote lässt Nuancen von Pfefferholz, Birke und Kardamom erkennen, die sich mit aquatischen Akkorden verbinden. In der Basis schließlich offenbart sich der sinnliche-warme Duft von weißem Leder, Pinienbalsam, Moschusakzenten und Guaiac-Holz. 

Ein eleganter, maskuliner, subtil betörender  Duft, den speziell  Frauen aufregend finden. 

Sehr empfehlenswert. 

Eau de Toilette 40 ml    ca. € 43.00 
Eau de Toilette 75 ml    ca. € 53.00 
Eau de Toilette 125ml   ca.  € 71.00

Rezension: -Laura Biagiotti- BLU DI ROMA

"BLU DI ROMA" heißt der neue Duft für die Damen von Laura Biagiotti. Er  möchte an einen sonnigen Urlaubstag in Rom erinnern. 

Verpackt in einen minimalistisch gestalteten, meeresblauen Karton wartet auf die Duftliebhaberinnen ein sehr schöner Flakon, der an eine antike Säule denken lässt. 

Durch das mattierte Glas schimmert lichtes, strahlendes Türkis. Der Verschluss ist mattgoldfarben. Beim Anblick des Flakons denkt man sogleich an das Meer, aber auch an die Magie der Ewigen Stadt. Man erinnert sich vielleicht  an den Park der Villa Borghese, dem kleinen Idyll inmitten Roms, erinnert sich bestimmter Säulen, auch der Naturlandschaft und der Teiche dort und rätselt dabei wie das neue Eau de Toilette duften könnte? 

Sprüht man ein wenig von "BLU DI ROMA" auf die Haut, nimmt man zunächst Nuancen von spritziger italienischer Bergamotte, saftige rote Himbeeren und süße Rosenäpfel wahr. Diese Duftkomponente wirkt vital und jugendlich. Hinzu kommt als Herznote Jasmin Absolue, taufrische Rosenblüten, zudem cremiger Pfirsich. Diese Noten verleihen  "BLU DI ROMA“ weibliche Eleganz. Als Basis beeindruckt eine subtile Verbindung von Moschusnoten und Benzoin mit kostbaren Hölzern wie etwa Patschuli und Vetiver. 

Ein toller Duft, der Sehnsucht entstehen lässt. Sehnsucht nach Rom, Sehnsucht nach dem Sommer, nach Abenteuer oder gar einer großen Liebe...

Ein sehr gutes, dezentes  Eau de Toilette, das ich gerne empfehle.  

Eau de Toilette 25 ml ca. 42, 00 €
Eau de Toilette 50 ml ca. 58. 00 € 
Eau de Toilette 75 ml ca. 74.00  €

Rezension: I.F. Schwarzlose Berlin- ZEITGEIST- Eau de Parfum

ZEITGEIST ist ein faszinierender Duft der Berliner Traditionsfirma J. F. Schwarzlose, die 1856 gegründet worden ist und nach einer Ruhephase von vierzig Jahren im Herbst 2012 zu neuem Leben erweckt wurde.

Dabei sind es seither die Kreateure Véronique Nyberg, Lutz Herrmann und Tamas Tagscherer, die gemeinsam dafür sorgen, dass die Tradition des Hauses fortgesetzt wird und man nun erneut mit authentischen und stilvollen Produkten aufwartet, die auch fernab von Berlin große Aufmerksamkeit erregen. 

Der Flakon ist in einem Karton verborgen, dessen Sockel goldfarben, bedruckt mit schwarzen Lettern, den Namen des Duftes verrät: ZEITGEIST. 

Sehr schlicht wird im oberen Teil des Kartons auf der Vorderseite das Label von J.F. Schwarzlose präsentiert. Auf der Rückseite dann erfährt man, dass die Firma J.F. Schwarzlose vormals "Königlich & Kaiserlicher Hoflieferant" war. Zudem sind die Ingredienzien des Eau de Parfums aufgelistet.

Der gläserne Flakon ist geradezu minimalistisch gehalten und wirkt trotz des goldenen Verschlusses schlicht und sachlich. 

Bevor der Duft entwickelt wurde, machte man sich bei J.F. Schwarzlose Gedanken über den viel diskutierten Zeitgeist. Dieser setzt sich bekanntermaßen aus zahlreichen gegensätzlichen Komponenten zusammen. Die Kreateure erwähnen den Raubbau der Natur und als Antwort darauf, die extremen Bemühungen, sich ethisch korrekt zu verhalten, auch  heben sie die Affinität für Abwechslung hervor und nennen: intensive Gefühle, Abenteuer- und gleichzeitig Gemütsruhe, Idylle und Angenommensein.

Die Metropole Berlin spiegelt all das wieder, denn hier treffen Gegensätze immerfort aufeinander und hier ist dauernder Wechsel Programm.

Sprüht man ZEITGEIST auf den Puls der linken Hand, hat man die Chance, die Momente, die den Zeitgeist nach Vorstellung der Parfumeurin Véronique Nyberg ausmachen- nämlich Flüchtigkeit und Präsenz-, olfaktorisch in Erfahrung zu bringen.

ZEITGEIST enthält u.a.  mit Algae Absolue, das ist ein natürlicher Seetang-Extrakt, der dem Duft eine zart-grüne und leicht salzige Note verleiht. Ein besonderer Moschus-Komplex aus Nebulone & Edenolide soll die dauernde Veränderung übermitteln, während Leatherwood für Fortschritt und Radikalität stehen.

Das Eau de Parfum kann von Damen und Herren verwendet werden. Da er sehr dezent ist, eignet er sich auch als Businessduft. Mir fallen Eigenschaften wie modern, intellektuell und kunstinteressiert dazu ein, auch Gedichte von Rilke und ästhetische Gestaltungsideen in Architektur sowie Design, japanische Gärten, ZEN, Begriffe wie Achtsamkeit, jedoch hauptsächlich der Begriff Sinnsuche. 

Eine gelungene Duftkomposition, die ich sehr gerne empfehle.

 VK-Preis: 125€/ 50ml (EdP)

Hier können Sie den Duft bestellen: 


Rezension: Annick Goutal Vétiver - Les Colognes

In einer zart graugrünen Schachtel mit dezent goldenem Design ist ein schlicht gestalteter Flakon enthalten, der einen sehr frischen, sommerlichen  Duft aus dem Hause Annick Goutal enthält.

Die Gründerin der Marke Annick Goutal war in den 1980ern und 1990ern eine berühmte französische Parfümeurin. Heute sind ihre Tochter aus erster Ehe Camille Goutal und Isabelle Doyen die Parfümeurinnen und Kreativchefinnen des Hauses. Die beiden Damen führen die Tradition  Annick Goutals  mit viel Engagement weiter.

Der Duft von "Vétiver" soll an Kindheitseindrücke Camille Goutals auf der Insel Ré an der französischen Atlantikküste erinnern, wo sie mit ihrer Mutter die Sommerferien verbrachte.

Sprüht man ein wenig davon auf den Puls, nimmt man zunächst Zitronen in der Kopfnote wahr. Sinnlich holzig- würziges haitisches Vetivier in der Herznote und in der Basis Rosmarin sowie Salbei erinnern sogleich an zauberhafte Sommertage in der Natur, ein Hauch von Iris schließlich rundet diese gelungene Duftkomposition ab.

Die Insel Ré an der Westküste Frankreichs habe ich selbst noch nicht besucht, nur von ihr gelesen und viele Fotos gesehen. Wie man immer wieder liest, erinnert die Île de Ré an Sylt nur mit französischer Finesse.

Das Cologne von Annick Goutal  assoziiere ich gerne mit dieser Insel in Westfrankreich, auch wenn mich keine Kindheitserinnerungen damit verbinden. Ich stelle mir vor,   dort auf einer Holzbank unter einer Pinie zu sitzen und genau diesen Duft in der Nase zu haben, während ich auf einen weißen Sandstrand und das Meer blicke und mich darüber freue wie schön doch die Natur sein kann. Wunderbar.

Sehr empfehlenswert.

Erhältlich u.a.: http://www.parfuemerie-albrecht.de/

Rezension:Ein Traum in Weiß: Grace Kelly bis Kate Middleton - Die schönsten Hochzeitskleider (Gebundene Ausgabe)

"Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil". Khalil Gibran

Eine neue Eheschließung plane ich derzeit nicht, dennoch hat mich dieses Buch sofort interessiert und zwar in erster Linie deshalb, weil es im Modebereich von "Buch, Kultur und Lifestyle" nicht fehlen darf. Brautkleider sind für viele Frauen ein Traum und dies aus ganz verschiedenen Gründen, auf die ich später noch eingehen werde.

Zur Sprache gebracht werden in diesem wirklich gelungenen Buch die schönsten Hochzeitskleider von Grace Kelly bis Kate Middleton, ergänzt durch weitere Brautkleiderkreationen berühmter Designer.

Autorin ist die Kuratorin Eleanor Thompson. Bevor die Brautkleider, vieler namhafter Designer gezeigt und näher erläutert werden, kann man sich zunächst in der Einführung ein generelles Bild über den Gegenstand der Betrachtung machen.

Zunächst sollte man sich bewusst werden, dass das Hochzeitskleid im Zusammenhang mit einem zeremoniell begleiteten Schritt und insofern mit jahrhundertealten Symbolen und Traditionen verknüpft ist. Das weiße Kleid steht bei den Wunschvorstellungen im Hinblick auf die Farbe an der Spitze. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass man bis ins ausgehende 20. Jahrhundert ein weißes Hochzeitskleid mit der christlichen Vorstellung von Reinheit und Unschuld verband. Wie man erfährt offenbaren Modelle in anderen Farben den Hochzeitstrend des 21. Jahrhunderts zu Zeremonien für Paare unterschiedlicher Religion oder auch Kultur bzw. gleichen Geschlechts. Nun, nachdem die Farbe Weiß von kulturellen und religiösen Bedeutungen "befreit" sei, diene sie der dramatischen Leinwand der Haut Couture.

Der Leser erfährt, was man unter einem ikonischen Brautkleid zu verstehen hat und dann lernt man 50 stilbildende Roben kennen, die nicht nur zukünftige Bräute, sondern auch andere Modebegeisterte entzücken werden.

Das erste Brautkleid stammt aus dem Jahre 1840. Es handelt sich dabei um die Robe Königin Victorias. Über diese und den Künstler William Dyce, der dieses Modeprojekt schuf, wird man bestens aufgeklärt. Anhand eines Fotos sieht man die mit dem Kleid geschmückte Braut, wird fast beiläufig über die englische Handwerkskunst in jener Zeit unterrichtet und zudem präzise über das Kleid aufgeklärt. Stil, Form, Stoff und Farbe werden genannt, die versteckten Details werden beschrieben und Einzelheiten genau erklärt. Mit den Gesamtinformationen können gute Schneider etwas anfangen und ein Hochzeitskleid im viktorianischen Stil kreieren. Eine klare Ansage an den Bräutigam.

Bei allen weiteren Hochzeitskleidern im Buch wird analog verfahren. Auf diese Weise lernt man nicht nur die Kleider und zum Teil berühmte Trägerinnen, sondern auch viele namhafte Designer kennen und gewinnt einen Eindruck von der Brautmode von Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute und wer alles sich in dieser Zeit als stilbildend erwies.

Es führt zu weit, hier alle Namen aufzulisten. Fantastisch ist die Kreation der französischen Modeschöpferin Madeleine Vionnet, die als die Königin des Schrägschnitts gilt. Ihre Kreation ist so zugeschnitten, dass sie sich an den Körper schmiegt und fließend fällt. Diese Modeschöpferinnen lehnte Korsetts strikt ab. Ihre körperbetonte Ästhetik bahnte der modernen befreiten Weiblichkeit den Weg, auch ins Brautbett füge ich mal zwinkernd an.

Das Hochzeitskleid der späteren Queen Elisabeth II hat Norman Hartnell kreiert. 10 000 Perlen für die Stickerei mussten aus Amerika beschafft werden. Aufgrund der detaillierten Beschreibung gewinnt man einen präzisen Eindruck von dieser Robe, die vom Wert her wohl kaum getoppt werden kann.

Dann ist da auch das Brautkleid, das einst Jacqueline Bouvier trug als John F. Kennedy sie heiratete. Anne Lowe war die Designerin. Wunderschön. Eine zauberhafte Braut in einem eben solchen Kleid. Man lernt auch das zweite Hochzeitskleid von Jacqueline Kennedy kennen. Valentino Garavani designte es für die Hochzeit mit Onassis. Naturweiß. Immerhin, doch eher für eine jüngere Braut ideal. Gewiss wurde es oft von diesen kopiert.

Es führt zu weit, alle Kleider hier zu erwähnen, Vera Wang stellte 2013 ein rotes Brautkleid vor. Vivien Westwood interessierte sich 2005 schon für diese Farbe. Als Kleid für eine Liebeshochzeit im 3. Jahrtausend finde ich Rot geradezu vortrefflich. Die selbstbewusste Braut, die gerne einen weißen Strauß entgegen nimmt, keine Rosen, sondern Kamelien und dabei verführerisch nickt, auch wenn ihr Bräutigam nicht Armand heißt, das ist großes Kino.

Zum Schluss kann in einem doppelseitigen Glossar in die Begriffswelt der Schneider eintauchen, um erneut im Buch danach zu forschen, was einer Braut bei ihrem großen Auftritt keinesfalls fehlen sollte. Der Mann?

Ein gelungenes, wundervolles Buch. Sehr empfehlenswert.

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Rezension: PENHALIGON`S London- Iris Prima

In einem überaus ansprechend gestalteten Kästchen in  hellbeigem Farbton erwartet die Liebhaberinnen feiner Düfte ein hübscher Flakon mit roter Seidenschleife, die neugierig macht, weil man sich spontan fragt, ob in der Glasflasche ein romantisch anmutender Duft verborgen ist. 

Sowohl auf dem Kästchen als auch auf der Flasche ist ein ledernes Etikett angebracht, dem nicht nur der Name des Eau de Parfums zu entnehmen ist, sondern auch der Hersteller. Bei diesem handelt es sich um das in London ansässige Parfumhaus PENHALIGON`S, das bereits im Jahre 1870 gegründet wurde.

Der Duft trägt den Namen Iris Prima. Kreiert wurde er vom Meister-Parfumeuer Alberto Morillas. Ihn hat die Vorstellung inspiriert, dass Parfum und Tanz  die Leidenschaft für Emotion, Kreation und Kunst teilen.

Morillas traf sich deshalb mit Tänzern des Englischen National Balletts in London, um auf diese Weise in die Rolle des Choreographen zu schlüpfen und sich Eleganz, Schönheit und die Atmosphäre des Balletts aber auch die harte Anstrengung der Tänzer bewusst zu machen. Seine Eindrücke fing er anschließend in diesem Duft ein.

Iris Prima  möchte die zarte olfaktorische Choreografie sein, in der die Iris die tänzerische Performance einer Prima Ballerina vor der Kulisse von Hölzern und Melisse einnimmt.  Hierbei offenbaren sich ein akkurater Rhythmus und eine perfekte Harmonie, die im olfaktorischen Traum Balletttänzer wie Nathan Young oder Lauretta Summscales  Wirklichkeit werden lassen.

Durch die Kopfnoten Bergamotte, Rosa Pfeffer, Amber, die Herznoten Iris Absolue, Absolue der Arabischen Jasmin, Hedione, Paradisione und die Basisnoten Leder, Vanille Absolue, Sandelholz, Vetiver und Benzoin wirkt dieses Eau de Parfum sehr fein, dezent, vor allem subtil und passt ideal zu kultivierten, feinsinnigen Damen.

Mich erinnert  Iris Prima an  "Schwanensee", denn es wirkt ebenso betörend wie diese Klänge von Tschaikowsky. 

Penhaligon’s: "Iris Prima", 50 ml kosten 120,00 Euro und 100 ml kosten 170,00 Euro.

Sehr empfehlenswert.

Rezension:Berlin Fashion: Labels Lifestyle Looks (Broschiert)

Angesagt, nicht nur in Berlin, ein lässiger Look, der niemals overdressed daher kommt.

Julia Stelzner offeriert modebewussten Lesern in ihrem reich bebilderten Modebuch "Berlin Fashion" gut nachvollziehbar Lables, Lifestyle sowie Looks und zwar in englischer Sprache für ein weltweit interessiertes Publikum.

Neben Porträts über Designer, Interviews und Textbeiträgen etc. zur Mode in dieser alten preußischen Metropole, lernt man die nicht selten minimalistisch und deshalb edle sowie mitunter witzige Kleidung für Damen und Herren anhand von vielen Fotos kennen, die insgesamt erfreulich lässig und jung daherkommt.

Man erfährt von dem Einfluss unterschiedlicher Kulturen im Design der Berliner Modemacher, liest ein Interview eines namhaften Mode-Bloggers und kann sich Seite um Seite ein Bild machen, was in Deutschlands Hauptstadt in der Mode als angesagt gilt.

Auch Brillenmode von Lunette lernt man kennen und liest die Erfolgsgeschichte von Uta Geyer, die einst Kulturwissenschaften in Mainz studierte. Florian Siebeck berichtet über Berliner Beauties und leuchtet deren Kapital aus. Zur Sprache kommen Veruschka, Nadja Auermann, Eva Padberg, Luca Gadjus und Franzi Müller.

Am Ende des Buches wartet ein Shopping Guide auf den Leser, der sehr hilfreich für alle ist, die Mode von Berliner Designern in Zukunft tragen möchten.

Empfehlenswert.

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Rezension:Der Fashion Rath: Für die Frau (Gebundene Ausgabe)

"Tiefschwarz und Reinweiß gehören aufs Schachbrett. In der Mode setzten sie alles schachmatt." (Thomas Rath) 

Das Zitat in der Kopfzeile ist mein Lieblingszitat aus dem Buch. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

Kürzlich habe ich "Den Fashion Rath für den Mann" rezensiert. Nun folgt das Pendant für die Frau. Der Autor war als Chefdesigner für internationale Firmen tätig, bevor er mit eigenem Label auf den Markt ging. Dem Vorwort entnehme ich, dass Thomas Rath mit seinem Mann in Düsseldorf lebt. Das erklärt, neben seinen fachlichen Kenntnissen, dass er sich wirklich gut in Frauen und ihre Belange hineinversetzen kann.

Eingeteilt ist das kurzweilig zu lesende Buch in vier Abschnitte. Im vierten erfährt man Wissenswertes über den Autor. Die anderen drei enthalten viele gute Ratschläge zum Thema Mode. Dabei sind Merksätze mit gelber Farbe hervorgehoben. Ich stimme Rath zu, wenn er sagt "Frustshoppen lohnt sich nicht. Es ist ein Teufelskreis der schlechten Laune." Vermutlich stimmen ihm 99% aller Frauen zu, dennoch ist der Satz keine Plattitüde, sondern eine Sentenz, die man sich wirklich immer wieder bewusst machen sollte, wenn man sich eine Menge unnötiger Selbstvorwürfe ersparen möchte.

Modezeitschriften ersetzen das Buch nicht, denn der Autor reflektiert eine Vielzahl von Belangen, die in solchen Zeitschriften nur marginal behandelt wird. Sein Blick auf Frauen gefällt mir. Was Hosen anbelangt, teile ich seinen Geschmack ebenso, wie hinsichtlich der Blazer oder der Kleider etc. und ich bin auch der Ansicht, dass man bei Schmuck, speziell bei Ringen nicht auftrumpfen sollte.

Wer es liebt, edel und zurückhaltend gekleidet zu sein, kann von Rath gute Tipps erhalten, wer den schrillen Auftritt bevorzugt und in Sachen Schmuck eher einem behängten Christbaum gleichen möchte, wird von diesem Autor keine Hilfe erwarten können. Das Motto lautet: Hochwertig, langlebig und schlicht.

Gefallen hat mir auch folgender Satz, dem vermutlich nicht aller Männer zustimmen werden: "Die Corsage gehört heute nur noch auf die Erotikmesse oder auf Oktoberfest." (S.95)

Empfehlenswert. 

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Rezension:Der Fashion Rath für den Mann (Gebundene Ausgabe)

"Ein Mann ohne Uhr ist für mich wie eine Kaffeemaschine ohne Wasser. Das geht einfach nicht." Thomas Rath

Von dem Designer Thomas Rath habe ich zwei Bücher in meiner Bibliothek. "Der Fashion Rath für den Mann" und das Pendant für die Frau, das ich zu Ende des Jahres noch rezensieren werde. Modebücher haben mich schon immer interessiert und zwar nicht nur solche, die sich mit Damenmode befassen. Das eigentliche Motiv hierfür ist mein grundsätzliches Interesse am Zeitgeist, der in der Mode am frühesten ablesbar ist. Mode ist letztlich ein politischer Gradmesser, ist soziologische Aussage, aber auch Kunst. Dass ein gepflegtes Aussehen, auch bei einem Mann, eine Art Visitenkarte darstellt, dürfte sich im Laufe der Jahrhunderte überall bereits herumgesprochen haben.

Thomas Rath möchte mit seinem Buch Männern zu einem gepflegten Aussehen verhelfen und erläutert einfühlsam, worauf Adam achten sollte. Sein Ratgeber ist in drei Abschnitte untergliedert:
I Serienausstattung
II Sonderausstattung 
III Teile und Zubehör

 Rath erläutert u.a., worauf man beim Kauf eines guten Oberhemdes achten muss, äußert sich zur Passform, der Stoffqualität, der Ausstattung, dem Kragen. Der Kent-Kragen soll die beste Passform haben und erfordert nicht zwingend eine Krawatte. Wie man ein Hemd pflegt, erfährt der Mann von Welt auch und ebenfalls, was man über Manschetten wissen sollte. Zehn Oberhemden gehören zur minimalen Grundausstattung von sogenannten Business-Hemden. Was in punkto Hemden absolute "NO-GOS" sind erfährt man auch. Ich gebe zu, beim Lesen dieser Auflistung habe ich mich ein wenig amüsiert. Ich teile die Meinung Raths diesbezüglich in allen Punkten.

Des Weiteren erfährt man alles Wissenswerte über Anzüge. Ähnlich wie bei den Hemden verfährt Rath auch hier und teilt zum Schluss die NO-GOS mit. Renitenzlinge werden vermutlich weiterhin trotzig in den Außentaschen ihres Anzugs Schraubenzieher, Kordel, Hausschlüssel und ihre Milchzähne transportieren und glauben dadurch ein Macherimage nach außen zu bringen. Weit gefehlt.

In der Folge werden alle Kleidungsstücke genau unter die Lupe genommen, auch die Schuhe. Im Hinblick auf Jeans teile ich die Meinung von Rath nicht. Die Farbpalette ist viel zu interessant als dass man sich konventionell auf blaue Jeans festlegen sollte.

 Kleidungsstoffe werden erläutert, Socken, Hüte, Mäntel, einfach alles. Zudem erfährt der Mann von Welt mehr über Gesichts- und Hautpflege. Rath ist bei all seinen Anmerkungen recht witzig. Dafür ein Beispiel "Haare auf dem Rücken braucht man so wenig wie Haare auf den Zähnen. Das Brusthaar allerdings muss nicht unbedingt dem Kahlschlag zum Opfer fallen." (S.110).

Es gibt nichts, was der Modeprofi Thomas Rath in punkto Herrenmode nicht anspricht. Für sein Outfit auf dem Cover muss man ihn loben. Rath sieht richtig gut und dabei pfiffig aus. Seine Kleidung ist ein echter Hingucker, ein Mann mit sehr viel Geschmack, dem ich beipflichte, wenn er sagt: "Wer sich über einen Dresscode hinwegsetzt, wirkt nicht besonders individuell, sondern besonders ignorant, intolerant und hilflos."

Sehr empfehlenswert.

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